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5 Fragen zu deinen Spannungskopfschmerzen: Jojo

Diana Hagenberg
Diana Hagenberg

Diana ist Head of Marketing für M-sense. Sie spinnt Ideen, fährt Kampagnen, analysiert wie es läuft und tummelt sich bei Facebook, Twitter und Instagram.

Wer unter Migräne oder Spannungskopfschmerzen leidet, wird oft selbst zum Experten. Deshalb stellen wir monatlich einer M-sense Nutzerin oder einem Nutzer 5 Fragen.

Hier erzählt uns Jojo ihre Geschichte, und was sie gegen ihre chronischen Spannungskopfschmerzen tut. Wenn du auch mal 5 Fragen zu deinen Kopfschmerzen beantworten willst, schreibe einen Kommentar oder schicke uns eine E-Mail an kontakt@m-sense.de.

Name: Jojo
Tätigkeit: Psychologiestudentin (M.Sc.)
Kopfschmerzart: Chronische Spannungskopfschmerzen
Häufigkeit der Attacken: fast täglich



Wie wirken sich deine Spannungskopfschmerzen auf deinen Alltag aus?

Ich habe fast täglich irgendeine Art von Kopfschmerz in unterschiedlichen Intensitäten, auch oft schon, wenn ich aufwache. Meist sind sie aber nicht so schlimm, als dass ich meine Aufgaben oder meine Freizeitgestaltung nicht so umsetzen kann, wie geplant. Häufig kann ich es dann nur nicht so unbeschwert machen oder schöne Unternehmungen nicht voll und ganz genießen, weil der Schmerz im Hintergrund immer da ist und mal mehr oder weniger in den Vordergrund tritt.

Es nervt mich und macht mich traurig, dass ich so häufig Kopf-, Nacken- oder Rückenschmerzen habe. Dann fühle ich mich einfach nicht wirklich wohl in meinem Körper, sondern wie ein alter Mensch. Es kam aber nur in sehr seltenen Fällen vor, dass ich aufgrund von Schmerzen nicht zur Schule oder zur Uni gegangen bin, sondern konnte meinen Verpflichtungen fast immer trotzdem nachgehen. Auch Verabredungen mit Freunden oder Treffen mit der Familie sage ich sehr selten ab. Somit sind die Auswirkungen auf meine zwischenmenschlichen Kontakte oder meine zu erledigenden Aufgaben nicht so drastisch. Ich glaube, oftmals bekommen die Anderen gar nicht mit, dass ich gerade Kopfschmerzen habe.


Was hilft bei dir, damit die Kopfschmerzen verschwinden?

Bis vor etwa 1,5 Jahren habe ich verschiedene homöopathische Mittel eingenommen, wenn ich gemerkt habe, dass die Kopfschmerzen anfangen. Diese Mittel haben die Schmerzen nur etwas abgemildert und nicht beseitigt, aber sie haben mir insofern geholfen, als dass ich das Gefühl hatte, etwas dagegen zu tun. Nachdem mir dann eine Neurologin gesagt hat, dass homöopathische Mittel dort eigentlich nicht helfen, habe ich sie auch nicht mehr eingenommen.

Außerdem nutze ich schon seit langer Zeit Olbas (Pfefferminzöl), was ich durch seine kühlende Wirkung als sehr angenehm empfinde und wodurch ich den Schmerz dann für einen kurzen Moment weniger spüre. Wenn ich momentan stärkere Schmerzen habe, nehme ich 200mg Nurofen. Dies linderte sie meistens etwas, wenn auch nicht vollständig. Ich vermeide – so gut es geht – Schmerzmittel einzunehmen und wenn, dann auch nicht in einer so hohen Dosierung.


Gefesselt
Jojo: "Mein Bild, was für mich Spannungskopfschmerzen ganz gut darstellt."


Wann hast du deine erste Kopfschmerz-Attacke gehabt und wie hat sich das angefühlt?

Spannungskopfschmerzen begleiten mich schon seit meinem achten Lebensjahr, aber ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie es sich angefühlt hat, als es das erste Mal auftrat. Ich habe aber mit der Zeit festgestellt, dass ich sehr viele verschiedene „Unterarten“ von Kopfschmerzen habe, je nach Situation und körperlicher Verfassung (z.B. stickiger Raum, Anspannung vor einer Klausur oder einem wichtigen Termin, zu wenig getrunken oder gegessen, zu wenig geschlafen).

Kannst du deinen Kopfschmerzen auch etwas Positives abgewinnen?

Ich habe gelernt, Schmerzen ohne Medikamente auszuhalten, sie so gut es geht in den Hintergrund zu schieben – und trotzdem die Dinge zu machen, die ich machen möchte oder muss, und mich nicht zu sehr einschränken zu lassen.

Was sind deine persönlichen Auslöser? Wie gehst du mit ihnen um?

Es gibt einige Situationen, bei denen Kopfschmerzen für mich schon mehr oder weniger vorprogrammiert sind; darunter schwüles Wetter, stickige warme Räume oder wenn ich sehr lange am am Computer sitze. Ein weiterer Auslöser ist Stress - oft in sind Situationen, in denen ich angespannt bin, wie während Klausuren, Vorträgen oder wichtigen offiziellen Gesprächen, bei denen ich sehr konzentriert und fokussiert sein muss – oder bei Konflikten mit anderen Menschen. Manchmal macht mir auch der Schlaf Probleme: Häufig sind die Kopfschmerzen Folge eines abweichenden Schlafrhythmus, deshalb versuche ich diesen möglichst regelmäßig zu halten.

Ich versuche bei der Arbeit für gute Lichtverhältnisse und Frischluftzufuhr zu sorgen und viel zu trinken. Ich habe auch schon mehrmals ein Kopfschmerztagebuch geführt, woraus sich aber nicht wirklich Regelmäßigkeiten ableiten lassen konnten: Ich habe nämlich auch Kopfschmerzen in Situationen, wo ich entspannt bin, wie im Urlaub oder auch wenn ich einen regelmäßigen Schlafrhythmus habe, etc. Somit ist es schwierig, bestimmte konkrete Auslöser zu meiden.