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5 Fragen zu deiner Migräne: Konny

Johannes Windolph
Johannes Windolph

Johannes ist Fotograf, visueller Denker und Teil des Marketing-Teams bei M-sense. Selbst von Migräne betroffen, sucht er abseits gängiger Klischees nach neuen Perspektiven und spannende Geschichten rund um den Kopfschmerz.

Wer unter Migräne oder Spannungskopfschmerzen leidet, wird oft selbst zum Experten. Deshalb stellen wir monatlich einer M-sense Nutzerin oder einem Nutzer 5 Fragen. 

Hier erzählt uns Konny ihre Geschichte. Wenn du auch mal 5 Fragen zu deiner Migräne oder deinen Kopfschmerzen beantworten willst, schreibe einen Kommentar oder schicke uns eine E-Mail an kontakt@m-sense.de.



Name:
 Konny 
Tätigkeit: Verwaltungsfachangestellte
Kopfschmerzart: Migräne & Cluster (selten mit Migräne-Aura) 
Häufigkeit der Attacken: Mittlerweile drei Attacken im Monat (früher deutlich häufiger)



Wie wirkt sich die Krankheit auf deinen Alltag aus?

Ich werde nicht krankgeschrieben. Ein Arzt sagte einmal zu mir: "Nehmen sie eine Tablette, dann geht’s nach einer halben Stunde wieder, so wäre das bei ihm auch…"

Durch die Tabletten komme ich relativ gut zurecht. Ich gehe meistens mit Migräne zur Arbeit und erledige alle Aufgaben, auch wenn es manchmal schwerfällt. Es ist sehr selten, dass ich mal einen Tag zu Hause bleibe. Für die Migräne kann ich nichts – ein schlechtes Gewissen habe ich deswegen nicht. 


Wie würdest du einem Kind erklären, wie sich Migräne anfühlt?

Bei mir fängt es mit einer Art bleiernen Müdigkeit an, die über die gesamte Attackendauer anhält. Da die Tabletten jedoch aufputschen, ist diese Müdigkeit, während die Tabletten wirken, nicht so schlimm.

Dieser dumpfe Schmerz fühlt sich an wie eine Faust, die von hinten gegen das Auge und im Kopf alles zusammendrückt. Selten kommt eine Migräne-Aura hinzu. Dann flimmert es vor meinen Augen und ich habe nur noch ein eingeschränktes Sichtfeld, wie bei einem Tunnelblick. Wenn das passiert, bleibe ich Zuhause. Bei meiner ersten Aura war ich sehr unruhig, denn ich wusste nicht was das bedeutet und hatte Sorge, dass etwas mit den Augen nicht stimmt.

Was hilft dir, damit die Schmerzen verschwinden?

Triptane (Sumatriptan 100, Ascotop 5 mg), öfters in Verbindung mit Ibuprofen. An schlimmen Tagen nehme ich da schon mal 3 - 4 Tabletten ein. Aktuell reichen oft schon zwei Tabletten am Tag, da sich die Attacken in letzter Zeit gebessert haben.

Du vermutest, dass der Vollmond ein Auslöser deiner Migräne ist. Wie kommst du darauf?

Das war Zufall. Mit dem Hund gehe ich oft sehr früh morgens nach draußen, meist ist es dann noch dunkel. Irgendwann fiel mir auf, dass an Migränetagen der Mond zugenommen hat, und dass die Attacke bei Vollmond und damit verbundenen Wetterwechseln sogar noch schlimmer wurde. Eine Freundin schenkte mir schließlich einen Mondkalender. Den benutzte ich seitdem als Kopfschmerztagebuch und konnte so meine Vermutungen bestätigen.

Welche Therapiemethoden hast du schon ausprobiert?

Ein Arzt hat mir mal eine Migräne-Prophylaxe verschrieben, die eigentlich zur Behandlung von Epilepsie und Depression entwickelt wurden, aber das half bei mir leider nicht. 

Hilfreich finde ich es, die Migräneattacken, die Schmerzstärke und den Medikamentenkonsum genau zu notieren, das kann man in Form eines klassischen Kopfschmerzkalenders machen, oder eine App wie M-sense benutzen. Ich beobachte meinen eigenen Stress-Pegel und natürlich die Mondphasen. Es kann vielen helfen, Milchprodukte zu reduzieren oder gänzlich darauf zu verzichten. Man sollte auch mal ausprobieren, ob es etwas bringt, histaminhaltige Lebensmittel zu reduzieren, denn diese Produkte können bei einigen Menschen ebenfalls Attacken auslösen.