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Alkohol als Auslöser von Migräne und Kopfschmerzen

Miriam Jansen
Miriam Jansen

Miriam musste vor ein paar Jahren wegen chronischer Migräne ihren Beruf als interkulturelle Beraterin & Trainerin aufgeben. In dieser Zeit wurde sie zur Migräne-Expertin. Nun macht sie einen beruflichen Wiedereinstieg und gibt ihr Wissen im M-sense-Blog weiter.

Ungefähr ab dem 30. Lebensjahr fing es an, dass ich immer häufiger mit dreitägigen Kopfschmerzen auf Alkohol reagierte. Zuerst dachte ich gar nicht an Migräne. Ich vermutete tatsächlich einen überdimensionalen, dreitägigen Kater mit starken Kopfschmerzen und Übelkeit zu haben.

Seit meinem 14. Lebensjahr hatte ich zwar regelmäßig ein bis zweimal im Monat Migräne doch sie war immer relativ kurz und gut mit normalen Schmerzmedikamenten, wie Paracetamol, Ibuprofen oder Aspirin behandelbar gewesen. Doch plötzlich wirkten diese nicht mehr und der vermeintliche Kater mit Kopfschmerzen und Erbrechen hielt immer exakt drei Tage an. Und das auch schon manchmal nur bei einem Schluck oder nur einem Glas Rotwein.

Ich rannte von Arzt zu Arzt und kam mir wirklich lächerlich vor: “Entschuldigung, ich hab da ein Problem: Ich kann keinen Alkohol mehr trinken.”

Welcher Arzt nimmt einen da schon Ernst? Aber es war ein Problem für mich, da ich es seit meiner Jugend gewöhnt war, regelmäßig auszugehen – und da gehörte meistens auch Alkohol dazu.

Ich war mir sicher, ich hätte eine Art Alkoholallergie. Erst als ich mich bei einem Allergologen auf eine Histaminintoleranz testen ließ und er zu mir meinte: “Ihre Symptome hören sich eigentlich nach klassischen Migräne-Symptomen an.” fiel es mir wie Schuppen von den Augen.

Meine Migräne hatte sich drastisch verändert und Alkohol war anscheinend ein Trigger geworden.

Seitdem trinke ich nur noch zu besonderen Anlässen Alkohol und auch nur noch ein bestimmtes Getränk. Der Weg dahin war nicht einfach. Anfänglich hatte ich wirklich Probleme damit, auf Partys, Konzerten oder in Kneipen nichts mehr zu tun zu haben. Ich hatte vorher immer in der einen Hand ein Getränk und in der anderen eine Zigarette – da ich irgendwann auch mit dem Rauchen aufhörte, waren die Hände einfach leer. Ich fühlte mich ein bisschen verloren. Aber mittlerweile kann ich sagen:

Es ist wie vieles im Leben eine Gewöhnungssache. Ich habe mich dran gewöhnt, nix mehr zu tun zu haben wenn ich mal aus bin und genieße den Abend mit Freunden auch ohne “festhalten” am Getränk oder an der Zigarette.

Leider hat sich meine Migräne in den Folgejahren generell extrem verschlimmert, so dass der alleinige Verzicht auf Alkohol nicht die Lösung meines Migräne-Problems war.


Kann Rauchen Migräne & Kopfschmerzen auslösen?

Rauchen wird von vielen Betroffenen als Auslöser von Kopfschmerzen oder Migräne genannt. Sollte man also mit dem Rauchen aufhören, wenn man darunter leidet?


Alkoholinduzierte Kopfschmerzen, Kater oder Migräne - wie erkenne ich den Unterschied?

Alkohol kann zwei verschiedene Kopfschmerzarten hervorrufen: Eine Attacke, die innerhalb von 30 Minuten bis zu 3 Stunden nach dem Alkoholkonsum auftritt (typischer alkoholinduzierter Kopfschmerz) und den sogenannten zeitverzögerten alkoholinduzierten Kopfschmerz, der erst am nächsten Morgen auftritt wenn der Alkohol im Blut auf 0 fällt. Letzterer wird normalerweise als Kater bezeichnet und den kann jeder bekommen. Migräniker*innen sind jedoch für beide Formen besonders empfänglich und können solche Kopfschmerzen schon bei kleinsten Alkoholmengen entwickeln. Das war leider auch bei mir der Fall. Teilweise hat ¼ Glas Rotwein gereicht, um mich für drei Tage flach zu legen.



Spannungskopfschmerzen

Von den über 200 Arten von Kopfschmerzen weltweit, sind Spannungskopfschmerzen die häufigste Kopfschmerzart. Wie man sie erkennt, behandelt und was sie die Ursachen sind.



Bei einem Drittel der alkoholkonsumierenden Migräne-Betroffenen treten die Kopfschmerzen durchschnittlich innerhalb von drei Stunden auf. Bei 90% der Betroffenen innerhalb von zehn Stunden.6 Ich gehöre zu diesen 90%, daher hab ich meinen Kopfschmerz auch lange als Kater gewertet. Wie ein typischer Kater, trat er nämlich erst am nächsten Morgen auf. Viele Betroffene mit Spannungskopfschmerzen wissen: Ein “normaler” Kopfschmerz kann zu einer ausgewachsenen Migräne werden. Ich denke, das war auch bei mir der Fall.

Doch wie sieht die aktuelle Studienlage zu Alkohol als Kopfschmerz-Trigger aus?


Studien zu Alkohol und Migräne & Kopfschmerzen

In einer Auswertung von mehreren Studien aus unterschiedlichen Ländern gaben circa ⅓ der Migräne-Betroffenen Alkohol als gelegentlichen Migräne-Auslöser an.1 Anfang 2019 wurde in den Niederlanden eine internetbasierte Studie publiziert, in der 2.197 Patienten zu ihrem Trinkverhalten und den Triggern befragt wurden. Man hat herausgefunden, dass bei denen, die gelegentlich Alkohol tranken, der Anteil mit 42,5% sogar noch höher war. Darüber hinaus konnte beobachtet werden, dass die Personen, bei denen der Alkoholkonsum die Migräne triggerte, im Vergleich zu den anderen Studienteilnehmern häufiger unter Migräne ohne Aura, unter mehr Migräneanfällen pro Jahr und insgesamt mehr Migränetagen litten.2

Sowohl in der oben erwähnten Auswertung von mehreren Studien als auch in der großen aktuellen Studie wurde festgestellt, dass jedoch nur 8,8 bzw. 10% der Teilnehmer bestätigen konnten, dass Alkohol immer eine Migräne auslösen würde.1&2

Betrachtet man die gesamte Studienlage wird einem schnell klar, dass es keine eindeutigen Aussagen diesbezüglich gibt. In einigen Studien konnte zwar eine Verbindung zwischen Alkohol und Migräne, jedoch selten eine eindeutige festgestellt werden.1&4

In einer breit angelegten Studie, die 2007 in Österreich publiziert wurde, untersuchten Forscher eine große Anzahl an Faktoren, die mit Migräne in Verbindung gebracht wurden. Sie fanden heraus, dass der Zusammenhang zwischen Nahrungsmitteln – inklusive alkoholischen Getränken – und Migräne relativ unbedeutend ist.

Einige Forscher gehen daher davon aus, dass die Rolle von Alkohol, sowie auch die anderer Lebensmittel, als Migränetrigger überschätzt wird.3

Dass Migräne-Erkrankte generell weniger Alkohol konsumieren als der Rest der Bevölkerung, konnte jedoch in vielen Studien eindeutig gezeigt werden. Das lässt zumindest auf ein gewisses Maß an schlechten Erfahrungen schließen und zeigt auch, wie groß die Angst vor Kopfschmerzen unter den Migräne-Betroffenen ist.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich tatsächlich liebend gerne auf Alkohol verzichte obwohl ich weiß, dass es nicht immer einen Anfall triggert. Auf einige Trigger, wie hormonelle Schwankungen oder Wetterwechsel, hab ich einfach keinen Einfluß – aber auf meinen Alkoholkonsum schon. Da in meinem Leben aktuell einfach jeder Anfall einer zuviel ist, lasse ich solche beeinflussbaren Trigger daher lieber weg.


Ist Alkohol wirklich ein Auslöser oder ist es eher eine Kombination aus Triggern?

In einer 1999 erschienenen Studie von Nicolodi und Sicuteri wurde die Hypothese aufgestellt, dass es nicht der Alkohol ist, der die Migräne triggert, sondern andere Faktoren. 14 Monate lang wurden 307 Patienten, die unter Migräne ohne Aura jedoch keinerlei weiteren gesundheitlichen Einschränkungen litten, angehalten ein Alkoholtagebuch sowie ein Schmerztagebuch zu führen. Es konnte eine Beziehung zwischen Stress und dem Aufkommen von Migräneattacken in Zusammenhang mit Alkoholkonsum beobachtet werden.

Kleinere Mengen an Alkohol hatten keinen bedeutenden Anstieg der Frequenz von Migräneattacken zur Folge. Alkoholkonsum während stressiger Phasen allerdings ging mit einer höheren Frequenz von Attacken einher.5

Aus eigener Erfahrung kann ich dies bestätigen. Es gab eine Phase, in der ich in einer stressigen Prüfungssituation bereits mit Anfang 20 kein Schluck Rotwein mehr vertrug. Auch als ich ab dem 30. Lebensjahr vermehrt mit Kopfschmerzen auf Alkoholkonsum reagierte, durfte ich erleben, dass im Urlaub Alkoholkonsum wieder möglich war, ohne mit Kopfschmerzen oder Migräne zu reagieren. In stressfreien Zeiten war der Alkoholkonsum also ohne Folgen möglich. Mit 30 habe ich übrigens angefangen, auf dem zweiten Bildungsweg zu studieren. Ich habe 20-30 Stunden gearbeitet, eine zeitintensive Psychoanalyse gemacht und nebenbei studiert. Am Ende meines Studiums habe ich darüber hinaus noch eine Zusatzausbildung zur Moderatorin und Trainerin gemacht und mich bereits neben dem Arbeiten auf Angestelltenbasis selbstständig gemacht. Stress ist sicherlich nur ein Faktor und trifft nicht bei jedem als Erklärung zu, aber zumindest bei mir ging der Anstieg des Stresslevels mit einem Anstieg der Migräneattacken einher.

Durch die Studie und auch durch meine eigene Erfahrung wird bestätigt, was auch die Kipppunkt-Theorie besagt:

Vermeintliche Trigger lösen nicht unweigerlich eine Migräne-Attacke aus, sondern meistens ist es ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren (wie z.B. Stress, Uhrzeit des Alkoholkonsums, Bewegungslevel, hormonelle Schwankungen, fehlende Mahlzeiten oder Wetterwechsel) sowie der persönlichen Resilienz (Widerstandsfähigkeit), die im Laufe des Migränezyklus schwankt, handelt.


Kipppunkt-Theorie

Wann sind Migräne-Auslöser eigentlich wirksam? Die Kipppunkt-Theorie erklärt das.



Triggert Rotwein tatsächlich häufiger Migräne als andere Sorten Alkohol?

Viele Migräniker verdächtigen Rotwein als Haupttrigger unter den alkoholischen Getränken. In der bereits oben erwähnten Studie aus den Niederlanden, in der 2.197 Patienten zu ihrem Trinkverhalten und den Migräne-Triggern befragt wurden, vermuteten 77,8% der Teilnehmer vor allem Rotwein als Auslöser. Bei nur 8,8% von ihnen führte der Genuss von Rotwein tatsächlich immer und garantiert zu Migräneattacken.2 In einer Untersuchung zu Wein und Kopfschmerzen im Jahre 2014 wurden alle Studien zu dem Thema ausgewertet und man kam zu dem Ergebnis, dass Rotwein unabhängig von der Dosis bei etwas weniger als 30% der untersuchten Personen Kopfschmerzen und Migräne triggern kann. Auch Nicht-Migräne-Erkrankte können Kopfschmerzen von Wein bekommen und damit ist nicht der allseits bekannte Kater gemeint.8

Eine weitere Studie konnte jedoch zeigen, dass andere alkoholische Getränke genausoviel oder sogar häufiger Migräne auslösen.7 In einer weiteren kleinen Studie wurden Wodka und Rotwein im Vergleich getestet. Rotwein provozierte bei 9 von 11 Patienten einen Anfall, während Wodka bei keinen der 8 Testpersonen einen Anfall triggerte. Es wurde ein Rotwein verwendet, der einen vernachlässigbaren Tyramingehalt aufwies. Somit konnte gezeigt werden, dass Rotwein ein migräneprovozierendes Mittel enthält, dass weder Alkohol noch Tyramin ist.9 Aufgrund der Größe der Studie sollte dem jedoch nicht allzu viel Bedeutung beigemessen werden.

Auch ich habe zuerst Rotwein aus meinem Leben verbannt, gefolgt von (in dieser Reihenfolge) Weißwein, Sekt und Bier. Spirituosen habe ich am längsten vertragen, aber irgendwann musste ich auch die von meiner Liste streichen.

Die Reihenfolge, in der ich aufgehört habe Alkohol zu trinken, geht mit dem Histamingehalt der Getränke Hand in Hand. Rotwein hat am meisten, gefolgt von Weißwein und Sekt usw... Ob das jedoch der ausschlaggebende Trigger in alkoholischen Getränken ist, wird nur vermutet und ist nicht bestätigt.


Ist Alkohol oder ein anderer Bestandteil des Getränks der Auslöser für Kopfschmerzen und Migräne?

Es stellt sich also die Frage, ob nicht etwa ein anderer Inhaltsstoff als der Alkohol selber in alkoholischen Getränken für das Provozieren von Kopfschmerzen und Migräne verantwortlich sein könnte. In Frage kommen da diverse, aber in den letzten Jahren sind besonders Sulfit, Tyramin, Histamin und Flavonoidphenol als mögliche Verantwortliche vorgeschlagen und untersucht worden. Dunkle, farbige Getränke wie Whiskey, Brandy und Rotwein beinhalten übrigens mehr von diesen Nebenprodukten.

Histamin ist dabei die am häufigsten genannte Substanz und ist auch in anderen Lebensmitteln enthalten, wie z.B. in gereiftem Käse, Fleisch (Wurst, Salami) und einigen Gemüsesorten wie Aubergine, Sauerkraut und Spinat. Letztere enthalten sogar viel mehr Histamine als alkoholische Getränke. Zudem sind viele Lebensmittel, einschließlich Alkohol, in der Lage, die Freisetzung von Histamin aus körpereigenen Quellen, den sogenannten Mastzellen, zu provozieren. Dennoch ist es ungeklärt ob Histamine Auslöser für Migräne-Attacken sind, denn Antihistaminika verhindern beispielsweise nicht den Rotwein-Kopfschmerz. Diese Tatsache spricht also dagegen.3

Genau das gleiche gilt auch für die Sulfite: in vielen Lebensmitteln sind im Vergleich zu Wein wesentlich höhere Mengen an Sulfit zu finden, wie z.B. als Konservierungsmittel in Trockenfrüchten, Meerrettich, Sojasauce oder Chips. Man erkennt sie als Konservierungsmittel mit den Nummern E220 und E228.3

Tyramin wurde bis dato am intensivsten untersucht und ist in den meisten Fleischsorten und in allen fermentierten Lebensmitteln erhalten, wie Gewürzen, Feigen, gereiftem Käse, Ananas, Erdnüssen, roten Pflaumen und Himbeeren. Tyramin ist leider sehr weit verbreitet, und daher schlecht vermeidbar. Der Tyramingehalt im Wein ist allerdings eher vernachlässigbar (1-2 mg/Liter) im Vergleich zu den Dosen, die in den Studien verwendet wurden (100-200 mg.)10 Von daher ist es schwierig nachzuweisen, wie sehr Tyramin Migräne auslöst. Tyramin regt eine Kombination von Botenstoffen im Gehirn an, die den Energielevel beeinflussen und steht somit im Verdacht über diesen Mechanismus die Anfälligkeit für eine Migräneattacke zu erhöhen.

Es ist und bleibt also nach wie vor schwierig, diese Frage zu beantworten. Mehr Infos zu den Begleitstoffen findest du übrigens auch im Wissensteil unserer Migräne-App M-sense.


Fazit

Alkohol, besonders Rotwein, kann ein Migräne-Auslöser sein. Welche Inhaltsstoffe dafür verantwortlich sind, wird noch untersucht und kann nicht klar beantwortet werden. Da jedoch bekannt ist, dass es immer ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren wie Stress, hormonellen Schwankungen etc. sowie der individuellen Resilienz ist, dass das Migränehirn in einen Anfall kippen lässt, kann es je nach Ausmaß der Migräne besser sein, bestimmte Auslöser wie z.B. Alkohol wegzulassen. Dies jedoch nur, wenn Alkohol ein garantierter Auslöser ist.

Nicht zu unterschätzen ist sicherlich auch der Einfluss der persönlichen Erwartungshaltung. Hat man bereits mehrmals auf Alkoholkonsum mit Migräne reagiert, wird man sehr wahrscheinlich erwarten, dass dies auch zukünftig passieren wird.

Beim nächsten Alkoholkonsum, stehen die Alarmglocken des Körpers also auf Sturm und man erwartet wie der Pawlowsche Hund das Auftreten von Kopfschmerzen oder Migräne. Dieses Phänomen der selbsterfüllenden Prophezeiung kann natürlich auch alle anderen Trigger betreffen. Es macht Sinn darüber zu reflektieren. Heute sprechen sich daher auch einige Experten immer mehr für das sogenannte Triggermanagement aus. Grob geht es darum etwas gelassener mit seinen Triggern umzugehen und sie auch mal wieder in Phasen der hohen Resilienz auszutesten anstatt sie strikt zu vermeiden. Denn Vermeidungsverhalten kann zu zusätzlichem Stress und zu einer eingeschränkten Lebensqualität führen. Zudem kann der Körper sich verändern, neue Trigger können hinzukommen und alte gehen.

Da besonders dem Rotwein auch gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt werden, wird sogar angeraten regelmäßig ein kleines Glas Rotwein zu konsumieren, allerdings nur wenn es nicht garantiert eine Migräne triggert. Denn Rotwein steht im Verdacht, den Cholesterinspiegel im Blut zu senken.5

Letztes Jahr im Urlaub in Italien hab ich doch tatsächlich das erste Mal seit 2011 ein Glas Rotwein getrunken. Für mich war Rotwein gefühlt jahrelang ein garantierter Trigger. Es war gerade Erntezeit und überall gab es leckersten Rotwein und ich habe Rotwein früher einfach geliebt. Das ich dieses Glas gewagt habe, habe ich bis heute nicht bereut. Ich habe wirklich jeden Schluck genossen als wäre es mein letzter. Auch wenn ich nicht mit einer Migräne reagiert habe, wird er das aber auch erstmal gewesen sein. Denn ich habe immer noch zu oft Migräne, um Alkohol wieder häufiger testen zu wollen.

Triggert Alkohol deine Migräne? Und wenn ja, welche Getränke lösen bei dir eine Migräne aus? Und wie gehst du damit um? Schreib uns gern einen Kommentar!




Panconesi, A., Bartolozzi, M.L., Guidi, L. (2011). Alcohol and Migraine: What Should We Tell Patients? In: Current Pain and Headache Reports, Volume 15, Issue 3, S. 177-184.

Onderwater, G.L.J., van Oosterhout, W.P.J., Schoonman, G.G. et al (2019) Alcoholic beverages as trigger factor and the effect on alcohol consumption behavior in patients with migraine. In: European Journal of Neurology Volume 26, Issue 4, S. 588-595. DOI: https://doi.org/10.1111/ene.13861

https://americanmigrainefoundation.org/resource-library/alcohol-and-migraine/

4 Aamodt, A.H., Stovner, L.J., Hagen, K. et al. (2006). Headache prevalence related to smoking and alcohol use. The Head-HUNT Study. In: European Journal of Neurology, Volume 13, Issue 11, S. 1233-1238. DOI: https://doi.org/10.1111/j.1468-1331.2006.01492.x

5 Nicolodi, M., Sicuteri, F. (1999). Wine and migraine: compatibility or incompatibility? In: Drugs Under Experimental and Clinical Research, Volume 25, Issue 2-3, S. 147-153. DOI:

6 https://www.pharmazeutische-zeitung.de/jeder-dritte-nennt-alkohol-als-triggerfaktor/

7 Pancones, Allesandro (2008). Alcohol and migraine: trigger factor, consumption, mechanisms. A review. In: The Journal of Headache and Pain 9 (1). S.19-27. DOI: https://doi.org/10.1007/s10194-008-0006-1

8 Krymchantowski, AV., Da Cunha Jevoux, C. (2014). Wine and headache. In: Headache, Volume 54 (6), S. 967-975. DOI:https://doi.org/10.1111/head.12365

9 Littlewood, J., Glover, V., Davies, P. T. G., Gibb, C., Sandler, M., & Rose, F. C. (1988). Red wine as a cause of migraine.The Lancet, 331(8585), 558-559.

10
Ryan, Robert E. (1974). A clinical Study of Tyramine as an Etiological factor in Migraine. In: Headache. The Journal of Head and Face Pain, Volume 14, Issue 1, S. 43-38. DOI: https://doi.org/10.1111/j.1526-4610.1974.hed1401043.x