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Medikamente gegen Migräne - was hilft im Akutfall

Photo by Piotr Chrobot on Unsplash

Miriam Jansen
Miriam Jansen

Miriam musste vor ein paar Jahren wegen chronischer Migräne ihren Beruf als interkulturelle Beraterin & Trainerin aufgeben. In dieser Zeit wurde sie zur Migräne-Expertin. Nun macht sie einen beruflichen Wiedereinstieg und gibt ihr Wissen im M-sense-Blog weiter.

Bei der Behandlung von Migräne unterscheidet man zwischen medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapieformen. In beiden Fällen kann man akute und vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Eine gute Prophylaxe besteht meist aus einer Kombination von medikamentösen Therapien und nicht-medikamentösen Behandlungsmethoden, wie Triggermanagement, Entspannungsübungen oder Sport.

Bei der akuten Behandlung geht es darum, die während einer Migräne-Attacke auftretenden Symptome zu lindern - das kann mit Medikamenten geschehen oder mit “sanften” Methoden, wie Hausmitteln, physiotherapeutischen Übungen oder Imaginationen. Natürlich kann man auch hier verschiedene Mittel kombinieren, die meisten Betroffenen wissen selbst am besten, was ihnen hilft bei Migräne - und das kann sehr unterschiedlich sein. Die meisten nicht-medikamentösen Behandlungsmethoden kann man übrigens mit unserer Migräne-App M-sense machen.

Ich habe als Migräne-Betroffene die Erfahrung gemacht, dass ich selten ausreichend Beratungszeit und Informationen beim Arzt bekomme, und mich deswegen darüber hinaus noch selbstständig informieren und einlesen muss.

Ich habe erst im Laufe meiner “Migräne-Karriere” so einige hilfreiche Tricks und Kniffe kennengelernt, die zu einer wesentlich effektiveren Behandlung von akuten Migräne-Attacken geführt haben.

Um euch diese Recherchearbeit zu erleichtern, habe ich hier mal einen Überblick über die medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten so einer akuten Migräne-Attacke erstellt. Ich beziehe mich dabei auf die Empfehlungen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V. (DMKG).

Welche Medikamente helfen, und welche nicht, kann allerdings individuell sehr unterschiedlich sein. Und natürlich ist es absolut Notwendig, die medikamentöse Therapieform mit dem behandelnden Arzt abzustimmen.


Die Phasen einer Migräne-Attacke

Wer sich schon etwas genauer mit Migräne beschäftigt hat, weiß bereits, dass sich eine Migräne-Attacke in vier verschiedene Phasen unterteilen lässt:

1. die Vorboten- oder Prodromalphase
2. die Aura
3. die Kopfschmerzphase
4. die Rückbildungs- oder Postdromalphase

Nicht alle Betroffenen durchlaufen alle Phasen, z.B. haben nur Betroffene, die an Migräne mit Aura leiden eine Aura-Phase und nur 30% aller Migränier*innen erleben die sogenannte Vorbotenphase. Vorboten sind dabei Symptome, die eine kommende Attacke ankündigen können.

Generell gilt: Die Phasen der eigenen Migräne zu kennen, kann für die Akutbehandlung durchaus hilfreich sein.

Beispielsweise sollte man in der Aura-Phase noch keine Triptane zu sich nehmen, und kann bereits in der Vorbotenphase mit einer frühzeitigen – und somit effektiven – Behandlung einer Migräne-Attacke beginnen.

Häufige Vorboten von Migräne sind:

  • Müdigkeit und wiederholtes Gähnen
  • Euphorie und übermäßige Energie
  • Unruhe, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen
  • Angst, Beklemmung
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Nackenbeschwerden
  • ein ausgeprägtes Kältegefühl
  • Licht- und Lärmempfindlichkeit
  • Heißhunger, insbesondere auf Süßigkeiten [1]

Ich habe zum Beispiel sehr lange nicht gewusst oder gemerkt, dass ich in der Vorbotenphase besonders aktiv und gut drauf bin. Ich fühle mich extrem fit, mache dann sehr gerne Sport und powere mich aus. Früher hab ich das einfach genossen, weil ich aufgrund meiner chronischen Migräne sehr häufig stark eingeschränkt und eben nicht fit bin. Jetzt, wo ich weiß, dass es sich dabei um die Ankündigung einer nächsten Migräne-Attacke handeln könnte, versuche ich mich eher auszubremsen, es ruhiger anzugehen, meinem Körper Entspannung und Energie mittels gesunder Ernährung zukommen zu lassen.

Generell ist ja das Vermeiden von starken Schwankungen sinnvoll, auch in der Ernährung, in Bezug auf den Schlafrhythmus und anscheinend auch in Bezug auf Energieverbrauch.

Häufig kann ich so schon einen Migräneanfall abwenden oder zumindest abschwächen. Und das ist extrem viel wert.

Darüber hinaus gibt es sogar Empfehlungen, bereits in der Vorbotenphase mit der medikamentösen Behandlung zu beginnen. Denn viele Migräne-Betroffene haben die Tendenz, zu lange zu warten, bevor sie Medikamente einnehmen. Das ist auch völlig verständlich, wenn man die Nebenwirkungen bedenkt, und wie stark Schmerzmittel die Organe belasten können. Besonders Patienten mit chronischer Migräne müssen aufpassen, an weniger als 10 von 30 Tagen Schmerzmittel zu sich zu nehmen (die sogenannte 10-20-Regel), da ansonsten die Gefahr eines Medikamentenübergebrauchskopfschmerz (MÜK) besteht. Hilfreich bei der Entscheidung, ob man mit der medikamentösen Behandlung beginnen sollte, kann übrigens auch der Medikamentencheck in unserer Migräne-App M-sense sein.

Leider gibt es kein Allgemeinrezept, denn allen Migräniker*innen helfen ja unterschiedliche Medikamente unterschiedlich gut. Da hilft nur, sich gut von seinem Arzt beraten zu lassen und verschiedene Medikamente auszuprobieren.


Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen

Nicht alle Betroffenen leiden unter Übelkeit und Erbrechen, aber neben dem Kopfschmerz ist es das häufigste Symptom einer Migräne-Attacke. Eine rechtzeitige Behandlung kann hier ebenfalls von Nutzen sein – denn ist man erst mal am Erbrechen, wird es schwierig mit der oralen Medikamentenaufnahme.

Aber auch wer nicht unter Übelkeit und Erbrechen leidet, kann von der Einnahme dieser Medikamente profitieren, da der Magen während eines Migräneanfalls gelähmt sein und daher Schmerzmittel schlechter aufnehmen kann.

Durch die Einnahme von sogenannten Antiemetika wird also neben der Bekämpfung von Übelkeit und Erbrechen auch die Resorptionsfähigkeit des Magens gesteigert.

Geeignete Antiemetika sind laut DMKG z.B.:

  • Metoclopramid (z.B. Paspertin®, MCP®), Dosis: 10-20 mg oral oder rektal
  • Domperidon (z.B. Motilium®), Dosis: 20-30 mg oral
  • Dimentydrinat (z.B. Vomex A®), Dosis: 50-150 mg oral oder rektal

Medikamente wie Vomex können sogar bereits einen leichten Migräneanfall abwenden, da sie entspannen und müde machen. Ist dies jedoch nicht der Fall, sollte man circa 10 bis 20 Minuten später mit der Behandlung des Schmerzes beginnen.


Medikamente gegen Kopfschmerzen

Auch bei Schmerzen gilt: Schnell handeln! Früh eingenommen können bei mir beispielsweise bereits 1000 mg Aspirin mit einem Espresso und Vitamin C zum Abbruch einer Attacke führen. Warte ich zu lange, kann es sein, dass ich schärfere Geschütze auffahren muss. Eine verspätete Einnahme kann zudem die Wahrscheinlichkeit erhöhen, den Schmerz nicht vollständig behandeln zu können – oder kann zu einem Wiederauftreten von Schmerzen führen [2].

Schmerzmedikamente können übrigens besser wirken, wenn man nach der Einnahme ruht. Daher empfiehlt es sich, sich hinzulegen und zu entspannen.

Diese Medikamente helfen gegen die Kopfschmerzen bei Migräne:

1.Schmerzmittel

Für die Behandlung von leichten bis mittelschweren Migräne-Attacken werden die peripher wirksamen Analgetika bzw. die nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) empfohlen. Darüber hinaus gibt es mehrere Studien, die die Wirksamkeit von einer Kombination aus ASS, Paracetamol und Koffein belegen.

Folgende Schmerzmedikamente und Dosierungen werden von der DMKG empfohlen:

  • Acetylsalicylsäure, Dosis: 1000 mg oral
  • Paracetamol, Dosis: 1000 mg oral oder rektal
  • Ibuprofen, Dosis: 400-600 mg oral
  • Naproxen, Dosis: 500-1000 mg oral
  • Diclofenac, Dosis: 50-100 mg oral
  • Metamizol, Dosis: 1000 mg oral
  • Acetylsalicylsäure, Dosis: 500 mg (+ Paracetamol 400 mg + Coffein 100 mg oral)


2. Triptane

Wenn die oben genannten Schmerzmittel nicht wirken, man unter eventuellen Nebenwirkungen leidet oder zu häufig Schmerzmedikamente nehmen muss, sollte man zu Triptanen greifen. Sie verengen die Hirngefäße und hemmen die Freisetzung entzündungsfördernder Botenstoffe. Sie sind speziell gegen Migräne entwickelt worden und wirken daher auch nur bei Migräne – und nicht bei anderen Kopfschmerzerkrankungen, wie z.B. Spannungskopfschmerzen. Darüber hinaus bekämpfen sie auch Begleitsymptome der Migräne, wie Lärm- und Geruchsempfindlichkeit oder Übelkeit und Erbrechen.

Sieben unterschiedliche Triptane sind aktuell auf dem Markt. Da viele Betroffene nur auf bestimmte Triptane reagieren und auf andere nicht, ist es durchaus sinnvoll, mehrere auszuprobieren..

Triptane können in unterschiedlichen Formen verabreicht werden: als Schmelztabletten, orale Tabletten, Zäpfchen, subkutane Spritzen/Injektionen, als Nasenspray oder auch als Pflaster für die Haut. Bevor man jedoch Triptane einnimmt, sollte man sich unbedingt einer ärztlichen Voruntersuchung mit Blutdruckmessung, EKG sowie einer individuellen Beratung unterziehen.

Hier die Triptan-Empfehlungen der DMKG:

  • Sumatriptan, Dosis: 50-100 mg oral, 25 mg rektal, 10-20 mg nasal
  • Zolmitriptan, Dosis: 2,5-5 mg oral, 5 mg nasal
  • Rizatriptan, Dosis: 10 mg oral (Achtung: 5 mg bei gleichzeitiger prophylaktischer Gabe des Betablockers Propranolol)
  • Naratriptan, Dosis: 2,5 mg oral
  • Almotriptan, Dosis: 12,5 mg oral
  • Eletriptan, Dosis: 20-80 mg oral
  • Frovatriptan, Dosis: 2,5 mg oral


Wiederkehrkopfschmerz

Unter die Haut gespritzt (subkutan) ist Sumatriptan das wirksamste Triptan. Jedoch neigt es wie das Rizatriptan zu einem Wiederkehrkopfschmerz, das bedeutet, dass die Schmerzen aufgrund einer kurzen Wirkdauer des Medikaments nach zunächst erfolgreicher Behandlung nach wenigen Stunden erneut auftreten können. Dies bedarf dann einer erneuten Triptangabe, was es eigentlich zu vermeiden gilt. Obwohl Rizatriptan bei mir super gewirkt hat, musste ich deswegen andere Maßnahmen einleiten. Bei dreitägigen Migräneanfällen kam es alle 3 Stunden zum erneuten Auftreten von Schmerzen. Naratriptan und Frovatriptan hingegen zeichnen sich durch einen verlangsamten Wirksamkeitseintritt, eine etwas geringere Wirksamkeit aber auch durch eine längere Wirksamkeitsdauer aus. Daher werden sie bei leichteren, aber lang andauernden Attacken empfohlen. Triptane können aber auch mit einem langwirkenden NSAR wie Naproxen oder einem sogenannten COX-2-Hemmer wie Arcoxia 120 mg kombiniert werden. Dadurch kann die Wirkung eines Triptans verlängert, und die Gefahr eines Wiederkehrkopfschmerzes reduziert werden.


Wichtig zu wissen:

  • Nimmt man bestimmte Antidepressiva als Prophylaxe-Medikamente, kann bei zusätzlicher Einnahme von Triptanen die Gefahr des Auftretens des sogenannten Serotoninsyndroms bestehen. Dabei handelt es sich um einen durch Medikamente bedingten Überschuss an Serotonin im Körper, der sich durch Symptome wie Puls- und Blutdruckanstieg, Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen, Pupillenerweiterung, Unruhe, Koordinationsstörungen und Halluzinationen äußern kann. Ein Serotonin-Syndrom ist äußerst selten, kann jedoch lebensbedrohlich sein. Daher ist es wichtig die Wechselwirkungen von Medikamenten mit seinem Arzt zu besprechen und die Symptome zu kennen.
  • Triptane sollten niemals in Verbindung mit Ergotaminen genommen werden, da sich deren gefäßverengende Wirkung verdoppeln kann.
  • Während der Auraphase sollte man keine Triptane zu sich nehmen, da sie aufgrund ihrer gefäßverengenden Wirkung die Aura verstärken können.
  • Leidet man unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen (auch in der Vorgeschichte), sollte man auf die Einnahme von Triptanen und Ergotaminen ganz verzichten!
  • Triptane stehen im Verdacht, die Anfallshäufigkeit zu erhöhen, daher sollten sie sparsam eingesetzt werden.


3. Ergotamine

Wie 1-2 mg Ergotamintartrat. Ergotamine werden wegen der Nebenwirkungen heutzutage nur noch bei lang andauernden Attacken empfohlen.


Besonderheit: Der Notfall

Doch was tue ich, wenn der Migräneanfall mit den eben genannten Medikamenten nicht zu stoppen ist, und ich den Schmerz aber nicht mehr ertragen kann oder will?

Dann habe ich drei Möglichkeiten:

  1. Ich schaffe es noch innerhalb der Öffnungszeiten zu meinem Neurologen oder gut informierten Hausarzt.
  2. Ich rufe außerhalb der Öffnungszeiten den ärztlichen Notdienst, der zu mir nach Hause kommt.
  3. Ich fahre ins Krankenhaus in die Notaufnahme.

Ich würde als allererstes immer probieren, meinen Neurologen oder Hausarzt aufzusuchen, denn er kennt mich und kann mich gegebenenfalls gut in seiner Praxis behandeln. Das setzt natürlich voraus, dass ich dazu noch in der Lage bin und einen guten Arzt gefunden habe. Einen Kopfschmerzexperten in deiner Gegend kannst du übrigens auch auf der Webseite der DMKG finden.

Mit dem ärztlichen Notdienst habe ich sehr unterschiedliche Erfahrungen sammeln dürfen. Es kann passieren, dass man auf einen eher Migräne-unerfahrenen Arzt trifft. Darüber hinaus gibt es Ärzte, die verständlicherweise keine Lust haben, sich Vorschriften von ihren Patienten machen zu lassen. Beispielsweise hatte ich mal einen Arzt bei mir zuhause, der mir ein Opioid verabreichen wollte. Ich musste ihn aufklären, dass das bei Migräne leider nicht wirkt und ich nur dies oder das von ihm verabreicht bekommen möchte. Der war so beleidigt, dass er meinte: "Entweder das oder gar nichts." Er hat mich dann unbehandelt zurück gelassen, obwohl ich ihm den schriftlichen Behandlungsplan der Klinik vorlegen konnte. Aber meistens hatte ich das Glück, auf sehr verständnisvolle und auch gut ausgestattete Ärzte zu treffen. Denn dass das gewünschte Medikament nicht dabei ist, kann natürlich auch passieren. Daher empfehle ich bereits beim Anruf zu erwähnen, welche Medikamente bei einem sicher wirken und so zu gewährleisten, dass der Arzt sie mitnehmen oder noch besorgen kann.

Die Notaufnahme kann ich wirklich nur bedingt empfehlen, denn ich habe damit leider keine guten Erfahrungen gemacht. Erstens ist es dort meist sehr hell, laut und stressig und zweitens man wird als Migräniker*in nicht unbedingt als Notfall behandelt (verständlich, wenn beispielsweise jemand mit akutem Herzinfarkt, Schlaganfall oder ein Unfallopfer eingeliefert wird). Daher muss man sich höchstwahrscheinlich auf längere Wartezeiten in einem unschönen Ambiente einstellen. Darüber hinaus ist es mir schon mal passiert, dass man mich als drogenabhängig abgestempelt hat. Ich hatte einen Status migränoso – einen nicht enden wollenden Migräneanfall – und war leider am siebten Tag schon so neben der Spur, dass ich meinen Behandlungsplan aus der Klinik zuhause vergessen hatte. Da ich nach Cortison verlangte und ganz genau wusste, was ich in welcher Dosierung wollte, war ich wohl auffällig. Man ließ mich zappeln und beobachtete mich. Nach 12 Stunden Höllenqualen und Bitten und Betteln meinerseits informierte man mich dann auch darüber, dass hier ja nicht jeder ankommen könnte und seine Dosis bekommt. Das war hart!

Daher ist es immer sinnvoll, im Notfall einen Arztbrief mit den Behandlungsempfehlungen dabei zu haben. Den kann man sich von seinem Neurologen oder auch von einer Schmerzklinik ausstellen lassen.

Die Behandlungsempfehlung des DMKG für den Notfall sind Metoclopramid intravenös (gegen die Übelkeit und das Erbrechen), gefolgt von Lysin-ASS (Schmerzmedikament) oder Sumatriptan subkutan. Alternativ wird auch Metamizol intravenös (starkes Schmerzmedikament) genannt, das darf jedoch nur mit großer Vorsicht verabreicht werden, denn hier liegt hier die Gefahr eines Schocks vor.

Im Falle einer Migräne-Attacke, die länger als drei Tage andauert (Status migränosus), können Steroide wie Prednisolon oder Benzodiazepine wie Dexamethason verabreicht werden. Hier die Dosierungsempfehlungen der DMKG im Akutfall:

  • Metoclopramid, Dosis: 10 mg intravenös + Lysin-Acetylsalicylsäure 50-1000 mg intravenös
  • Sumatriptan, Dosis: 6 mg subkutan
  • Metamizol, Dosis: 1000 mg intravenös
  • Im Status migränoso:
  • Prednisolon, Dosis: 100 mg intravenös
  • Dexamethason, Dosis: 10 mg intravenös


Was hilft Euch im akuten Anfall? Habe ich eventuell wichtige Medikamente vergessen zu erwähnen? Schreibt mir gerne in den Kommentaren!




1. Totzeck, A. & Diener, H.C. (2016): Migräne. In: Gaul, C. & Diener H.C. (Hrsg.): Kopfschmerzen. Stuttgart: Georg Thieme Verlag. S. 58-89.

2 http://www.headachejournal.org...