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OUT OF MY HEAD - Deutschlandpremiere der preisgekrönten Migräne-Doku im Kino

Bild: Out of My Head

Laura Rolfs
Laura Rolfs

Laura hat Psychologie studiert, Office Happiness Manager und Teil unseres Marketing Teams. Ihr Herz schlägt für die Aufklärungsarbeit, Antistigmatisierung von chronischen und psychischen Erkrankungen und Feminismus.

Deutschlandpremiere des Films OUT OF MY HEAD


Wir sind stolz zu berichten, das wir Gastgeber der Deutschlandpremiere der vielfach ausgezeichneten Migräne-Dokumentation OUT OF MY HEAD von The Migraine Project sein werden.

Wir zeigen den Film zwei Mal im Berliner Moviemento-Kino. Mit Mitgliedern der Filmcrew und Migräneforscher & M-sense Gründer Dr. rer. nat. Markus Dahlem wird es im Anschluss des Films noch Raum für Fragen, Austausch und Diskussionen geben.

Folgetermin am 10. April 2019, 19h (OMU)
Deutschlandpremiere am 20. März 2019, 19h
Kino Moviemento
Kottbusser Damm 22, Berlin-Kreuzberg

Die Vorführung ist kostenlos und OMU, hier gibt es die letzten Tickets für den Folgetermin am 10. April reservieren, ebenfalls im Moviemento.




Die Story von OUT OF MY HEAD

Das beklemmende Gefühl der Hilflosigkeit, das Eltern empfinden, wenn das eigene Kind außerhalb der familiär, schützenden Reichweite plötzlich krank wird und kein Arzt vor Ort Rat weiß.

So ergeht es der US-amerikanischen Filmemacherin Susanna Styron, als ihre Tochter Emma Larson im Alter von 21 während ihres Studiums in Paris von wiederkehrenden Migräne-Attacken berichtet, in deren Folge sie zeitweise erblindet, unter schlimmsten Kopfschmerzen und unerträglicher Übelkeit leidet.

Susanna beginnt, ihre Tochter zu interviewen und einen Film über Migräne zu drehen, die herausragende Dokumentation OUT OF MY HEAD. Während ihrer Recherchen stößt sie auf eine komplexe neurologische Krankheit, deren Auswirkungen unglaublich vielfältig sein können, und deren Schwere immer noch extrem heruntergespielt wird.

"Immer, wenn Patienten zu mir sagen ‘Ich möchte, dass sie meine Migräne heilen.’, antworte ich: ‘Wenn ich das könnte, würde ich den Nobelpreis bekommen!’ So groß ist das." – Dr. Allan Purdy, Prof. of Neurology Dalhousie University

Neben den medizinischen Hintergründen, setzt sich OUT OF MY HEAD vor allem mit den emotionalen Auswirkungen der Krankheit auseinander, räumt mit Vorurteilen auf und thematisiert die Stigmatisierung der Migräne-Betroffenen.

“Ich persönlich denke, die Stigmatisierung der Krankheit hat eine Menge mit Sexismus zu tun. Frauen sind sehr viel öfter betroffen als Männer, weshalb Migräne weithin als Frauenkrankheit gilt. In dem Film gibt es z.B. einen Mann, der Migräne hat und von seinen männlichen Freunden und Kollegen nicht ernst genommen wird, weil sie die Krankheit mit Weiblichkeit und Schwäche assoziieren. In der Geschichte der Menschheit sind Frauenleiden schon immer geringgeschätzt oder oft auch gegen Frauen verwendet worden. Meiner Meinung nach hat die Krankheit nie die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdient - und deshalb ist sie auch stigmatisiert. Es ist ein Teufelskreis: Wenn man nicht darüber redet, kann es auch nicht verstanden werden.“ – Emma Larson


Ärzt*Innen, Neurowissenschaftler*Innen, Betroffene und unerwartete Persönlichkeiten wie Lewis Carroll, Sigmund Freud oder Joan Didion kommen zu Wort, und berichten, dass Migräne nicht einfach schreckliche Kopfschmerzen sind, sondern eine komplexe neurologische Krankheit ist, von der fast eine Milliarde Menschen weltweit betroffen sind.

„Mir wurde bewusst, dass der Großteil der Menschen keinerlei Vorstellung davon hat, wie sich eine Migräne anfühlt.“ – Susanna Styron

OUT OF MY HEAD will ein größeres Bewusstsein und Verständnis für Migräne schaffen. Denn nicht nur die körperlichen Auswirkungen machen das Leben als Migräne-Betroffene*r schwer, sondern auch das Gefühl von Isolation und Missverständnissen. Mitgefühl kann helfen, das emotionale Leiden zu lindern. Dies ist bei jeder Krankheit der Fall, stellt aber bei den "unsichtbaren" Krankheiten, wie Migräne und anderen Formen von chronischen Schmerzen, eine besondere Herausforderung dar.