Fragen zu M-sense

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Funktionen — Was M-sense alles kann

M-sense will dir helfen, deine Attacken und deine Medikamenten-Einnahmen zu reduzieren. Welche Funktionen M-sense hat und wie die App genau funktioniert, erfährst du hier.

Wie kann ich mit M-sense meine Attacken reduzieren?

M-sense bietet dir viele Funktionen von denen bekannt ist, dass sie die Häufigkeit von Migräne und Spannungskopfschmerzen reduzieren können. Dazu gehören Entspannung, Ausdauersport und kopfschmerzspezifische Konzepte der Verhaltenstherapie. Viele medizinische Studien kommen übereinstimmend zu der Einschätzung, dass zum Beispiel Entspannungsverfahren, wie die progressive Muskelentspannung nach Jacobson, in einem umfassenden Programm die  Migränehäufigkeit durchschnittlich um 35–45 % senken können. 

Wie kann mir eine App helfen, meinen Medikamentenkonsum zu reduzieren?

Mit dem Medikamenten-Tracker kannst du deine Einnahmen Überblick behalten, so dass du nicht aus Versehen zu viele Schmerzmittel während einer Attacke zu dir nimmst

Wenn du mit Hilfe von M-sense deine Einflussfaktoren gefunden hast, kannst du versuchen, sie in Phasen erhöhter Migräne, bzw. Kopfschmerzanfälligkeit zu vermeiden.

Und schließlich helfen die nicht-medikamentösen Therapieverfahren in M-sense, die Häufigkeit und Intensität von Migräne- und Kopfschmerz-Attacken zu verringern, wenn man sie regelmäßig anwendet. Aufbauend auf deiner Analyse wird M-sense zum aktiven Therapie-Coach und bietet personalisierte Therapiepläne an, die sich an deinen Vorlieben orientieren (z.B. Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Ausdauersport oder kopfschmerzspezifische Konzepte der Verhaltenstherapie).

Wie erkennt M-sense, ob ich Migräne oder Spannungskopfschmerzen habe?

Deine Kopfschmerzen werden von M-sense nach einem verbindlichen Klassifikations- schema in Migräne oder Spannungskopfschmerzen eingeteilt (ICHD: International Classification of Headache Disorders). Dazu erfassen wir Eigenschaften und Begleitsymptome der Attacken. Manchmal ist allerdings nur eine wahrscheinliche Diagnose möglich, da gerade leicht verlaufende Attacken nicht immer alle notwendigen Eigenschaften für eine klare Diagnose erfüllen. Die von M-sense vorgeschlagenen Therapiemethoden wirken sich normalerweise trotzdem positiv aus.

Welche Einflussfaktoren kann ich mit M-sense tracken?

Aktuell kann M-sense folgende Einflussfaktoren tracken: 

Wetter (Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit) 
Schlaf (Schlafdauer und Schlafqualität)
Koffein 
Verpasste Mahlzeiten 
Aktivitätslevel 
Stimmung
Stress 
Alkohol 
Menstruation
 

Du musst aber nicht zu allen Faktoren Daten eingeben. Das Wetter z.B. wird automatisch via GPS hinzugefügt - wenn du also nur deine Attacken dokumentierst, erhälst du bereits eine Analyse deiner Auslöser in Bezug auf Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit. Einige der anderen Faktoren kannst du wahlweise an- oder ausschalten.

Wie analysiert die App die Einflussfaktoren meiner Kopfschmerzen?

In M-sense fließen Jahre der Forschungsarbeit über die Ursachen von Migräneattacken ein. Wir sind davon überzeugt, dass die periodisch wiederkehrenden Attacken von einer schwankenden körperlichen Widerstandsfähigkeit im Wechselspiel mit einer begrenzten Anzahl von persönlichen Einflussfaktoren ausgelöst werden. Dieses Muster will M-sense mit dir herausfinden. Jede deiner Eingaben im Tagebuch wird dazu bezüglich deiner Migräne untersucht und aufbereitet. Umwelt-, Lebensstil- und hormonelle Faktoren werden analysiert, um dein individuelles Kopfschmerzmuster zu finden. Später analysiert M-sense nicht nur deine Tagebucheinträge, sondern auch den Effekt der von dir gemachten Therapiesitzungen auf deine Migräneattacken.

M-sense ist ein zertifiziertes Medizinprodukt - was bedeutet das?

Nur bei einem Medizinprodukt kann sich dein Arzt auf die Analyse deiner Tagebucheinträge und die anschließende Therapiebegleitung 100%ig verlassen. Wir haben eine umfangreiche Bewertung der Funktionen von M-sense durchführen und ein medizinisches Gutachten erstellen lassen. Mit dem CE-Kennzeichen und unserer EG-Konformitätserklärung belegen wir, dass bei M-sense die grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen der entsprechenden EG-Richtlinien eingehalten werden. M-sense bekam außerdem als Zertifizierung das Siegel „Qualitätsprodukt Internetmedizin“, eine Produktzertifizierung des Bundesverbandes für Internetmedizin.

Warum sollte ich mich in der App registrieren?

Mit der Erstellung eines Accounts stellen wir sicher, dass deine Daten nicht verloren gehen. Wird dein Smartphone gestohlen oder du verlierst es, sind zumindest deine in M-sense eingegebenen Daten nicht weg, sondern können von dir auf deinem neuen Gerät einfach wiederhergestellt werden. Außerdem wird es in Zukunft verschiedene Funktionen geben, für die eine Registrierung notwendig ist, aktuell z.B. der Arztreport.

Ersetzt M-sense eine ärztliche Behandlung?

Nein. Nur ein Arzt kann zuverlässig Migräne diagnostizieren, andere Kopfschmerzformen ausschließen und mögliche Begleiterkrankungen berücksichtigen. Dazu sind immer gezielte neurologische Untersuchungen nötig. Auch deine Therapie muss ein Arzt mit dir zusammen abstimmen. Der Arzt hat allerdings in der Sprechstunde oft wenig Zeit. Und die lässt sich besser nutzen, wenn die nötigen Informationen automatisch von M-sense ausgewertet werden. M-sense begleitet dich auch zwischen den Arztbesuchen. Und wenn du mal eine Frage zur Nutzung der App hast, erreichst du uns über den Hilfe-Chat.

Was ist der Arztreport?

Der Arztreport bereitet deine Eingaben auf und fasst dein Kopfschmerzmuster für deinen behandelnden Arzt sowohl in Zahlen als auch graphisch zusammen. Die Art der Daten und das Layout wurde von uns in Zusammenarbeit mit erfahrenen Fachärzten entwickelt. So kannst du die Ergebnisse deines Kopfschmerztagebuchs in einer Drei-Monats-Ansicht als PDF oder ausgedruckt mit deinem Arzt besprechen.

Wir erweitern den Arztreport ständig und jede Erweiterung steht dann rückwirkend für die gesamte Zeit, in der du M-sense nutzt, zur Verfügung. Dein Arzt will noch mehr Informationen oder auch du hast einen Vorschlag? Dann schreib uns!

Einflussfaktoren — Zusammenhänge verstehen lernen

M-sense untersucht verschiedene Einflussfaktoren, von denen nachgewiesen ist, dass sie Migräne oder Spannungskopfschmerzen auslösen können. Wichtig ist es, zwischen Auslösern und Vorboten zu unterscheiden, da diese leicht verwechselt werden können. Mehr über diese Zusammenhänge erfährst du hier oder direkt in der App.

Was hat Wetter mit Migräne und Kopfschmerz zu tun?

Beim Wetter unterteilt man drei Bereiche, die Migräne oder Kopfschmerzen beeinflussen: die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und den Luftdruck. Diese Daten musst du bei M-sense nicht extra eingeben, die App holt sie sich selbstständig via GPS (du musst nur die Ortungsdienste eingestellt haben). 

Temperatur: Drastische Temperaturschwankungen können dazu beitragen, dass sich eine Migräne- oder Kopfschmerz-Attacke anbahnt. Außerdem nimmt man vor einer solchen Attacke Veränderungen der Temperatur oft stärker wahr, die Sensibilität ist also erhöht. Das kann ein sogenannter Vorbote sein, der die Attacke nicht auslöst, sondern ankündigt. 

Luftfeuchtigkeit: Sehr hohe Luftfeuchtigkeit wird häufig als Auslöser von Migräne-Attacken genannt, extrem niedrige dagegen seltener. Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann auch die Stärke von Kopfschmerzen zunehmen. 

Luftdruck: Abfall oder Anstieg des Luftdrucks gelten ebenfalls als häufige Auslöser von Migräne-Attacken. Auch bestimmte Gehirnzellen, die mit Kopfschmerzen in Verbindung stehen, sind aktiver bei Druckabfall.

Wie beeinflusst der Schlaf Migräne und Kopfschmerz?

Sowohl die Schlafdauer als auch die Schlafqualität werden häufig als Einflussfaktoren für Migräne und Spannungskopfschmerzen genannt. 

Schlafdauer: Drei von vier Betroffenen geben Schlafmangel als einen ihrer Auslöser an. Knapp jeder Vierte berichtet zudem, dass Attacken durch zu langes Schlafen oder zu spätes Aufstehen ausgelöst werden. Bahnt sich eine Migräne-Attacke hingegen schon an, ist die durchschnittliche Schlafdauer meist kürzer.

Schlafqualität: Ein tiefer und erholsamer Schlaf lässt dich am nächsten Morgen positiv in den Tag zu starten und fördern dein körperliche und seelische Entspannung. Schlechte Schlafqualität zusammen mit zu kurzem Schlaf ist bei vielen Menschen ein zuverlässiger Auslöser für Migräne. 

Wie beeinflusst Koffein Migräne und Kopfschmerz?

Koffein kann sich sowohl bei Migräne, als auch bei Spannungskopfschmerzen positiv auswirken. Es gibt sogar Medikamente, die eine Kombination aus Koffein und Schmerzmitteln enthalten. Das Gehirn gewöhnt sich allerdings schon innerhalb von zwei Wochen an zu viel Koffein (>200 mg Koffein, also ca. zwei Tassen Kaffee). Koffein wirkt deswegen umso weniger, je mehr du davon zu dir nimmst. Wenn Migräne-Attacken oder Spannungskopfschmerz am Wochenende auftreten, solltest du überlegen, ob sich dein Kaffee-Konsum am Wochenende ändert und die Attacken auch eine Art Entzugserscheinung sein könnten. Mit M-sense lässt sich das sehr gut dokumentieren. Noch ein Tipp: Wer gerne viel Kaffee, Espresso oder Tee trinkt, sollte diesen etwas schwächer zubereiten.

Welchen Einfluss haben verpasste Mahlzeiten auf Migräne und Kopfschmerzen?

Ausgelassene und unregelmäßig eingenommene Mahlzeiten sehen drei von vier Betroffene als einen Auslöser für ihre Migräne-Attacken an. Eine ausgelassene Mahlzeit kann den Blutzuckerspiegel absinken lassen und dadurch eine solche Attacke mitbedingen.

Wenn der Blutzuckerspiegel unter den normalen Wert sinkt, wird das sympathische Nervensystem aktiviert, um gespeicherte Kohlenhydrate zu mobilisieren. Diese an sich sinnvolle sympathische Aktivierung bringt allerdings als Nebenwirkung das Nervensystem aus seinem Gleichgewicht. Es wird deshalb empfohlen auf regelmäßige, kohlenhydratreiche Mahlzeiten zu achten und auch ausreichend zu trinken. Ein plötzlicher Heißhunger, obwohl du regelmäßig gegessen hast, kann ein Vorbotensymptom für eine Migräne-Attacke sein.

Wie beeinflusst Aktivität Migräne und Kopfschmerz?

Durch eine gute körperliche Kondition kannst du Migräne-Attacken vorbeugen. Ausdauersport, wie z.B. Schwimmen, Radfahren oder Joggen hält fit. Überanstrengung beim Sport mit Wettkampfcharakter kann hingegen bei manchen Menschen auch Attacken auslösen. Da der Migränekopfschmerz sich meist schon durch leichte körperliche Routineaktivitäten (z.B. Bücken oder Gehen) verstärkt, vermeiden viele Bewegung oft sogar noch, wenn die Kopfschmerzen längst vorbei sind. Mit einer Vielzahl von Gewohnheiten und Ritualen – z.B. immer die Treppe nutzen, einmal pro Stunde vom Schreibtisch aufstehen – sollte nach einer Migräne-Attacke die tägliche körperliche Aktivität langsam wieder gesteigert werden.

Kopfschmerzen vom Spannungstyp verstärken sich bei körperlicher Tätigkeit meist nicht. Manchmal hat Bewegung sogar einen positiven Einfluss auf gerade bestehende Spannungskopfschmerzen. Genau wie bei Migräne wirkt sich regelmäßiges Ausdauertraining positiv auf die Häufigkeit von Spannungskopfschmerz aus

Welchen Einfluss hat Alkohol auf Migräne?

Jeder Dritte hat Alkohol im Verdacht, zumindest gelegentlich für Migräne-Attacken verantwortlich zu sein. Jeder Zehnte sieht Alkohol als einen zuverlässigen Auslöser seiner Migräne.

Auch Begleitstoffe in alkoholischen Getränken können Migräne-Attacken auslösen, wie z.B. Tyramin, das in vielen Nahrungsmitteln bei Gärung oder Fermentation entsteht. Alkohol wirkt euphorisierend, Tyramin kann leistungs- und motivationsfördernd sein. Dahinter stehen unterschiedliche Botenstoffsysteme im Körper, Dopamin und Noradrenalin. Durch deren Zusammenwirken werden Energiereserven schneller abgebaut und die Anfälligkeit für eine Migräne-Attacke erhöht. 

Deswegen kann auch die Tageszeit, zu der du Alkohol konsumierst, deine Anfälligkeit beeinflussen: Ein Glas Sekt bei Geburtstagsfeiern im Büro kann im Laufe des weiteren Tages vielleicht zur Migräne beitragen, während ein Glas Rotwein vor dem Zubettgehen hingegen folgenlos bleibt.

Zum Ausmaß von Alkoholkonsum auf Spannungskopfschmerz ist leider wenig bekannt.

Wie beeinflusst Stress Migräne und Kopfschmerz?

Stress gilt als häufigster Auslöser von Migräne-Attacken. Oft ist jedoch nicht der Stress an sich der relevante Einflussfaktor, sondern die Änderung des Stressniveaus - also von Entspannung zu Stress oder von Stress zu Entspannung. Eine Verringerung dieses Niveauunterschieds durch Therapiemethoden wie Progressive Muskelrelaxation ist deshalb durchaus sinnvoll und Teil der nicht-medikamentösen Therapie von M-sense.

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen der Menstruation und Migräne?

Ungefähr die Hälfte der von Migräne betroffenen Frauen berichten, dass ihre Migräne-Attacken mit der Menstruation zusammenfallen. Bei der Diagnose werden zwei Formen unterschieden: 5 bis 10% haben eine reine menstruelle Migräne, bei der Attacken ausschließlich ein bis zwei Tage vor oder nach der Menstruation auftreten und das in mindestens zwei von drei Menstruationszyklen. Bei der sogenannten menstruationsassoziierten Migräne treten Attacken dagegen zwar gehäuft ein bis zwei Tage um die Menstruation auf, doch ebenso zusätzlich zu beliebigen anderen Zykluszeiten. M-sense kann analysieren, ob es sich um eine menstruelle oder menstruationsassoziierte Migräne handelt.

Seit über 40 Jahren steht die Vermutung, dass ein Absinken des Östrogenspiegels Migräne-Attacken auslöst. Neueste Studien scheinen das noch einmal zu belegen. Trotzdem bleiben die genauen physiologischen Zusammenhänge bis heute ungeklärt. Man nimmt an, dass zyklusabhängige hormonelle Schwankungen generell eine körperliche Belastung sind.