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Wissen ist das beste Beruhigungsmittel. Über das M-sense Blog.

Bücher über Migräne & Kopfschmerzen / Bild: Johannes Windolph für M-sense

Diana Hagenberg
Diana Hagenberg

Diana ist Head of Marketing für M-sense. Sie spinnt Ideen, fährt Kampagnen, analysiert wie es läuft und tummelt sich bei Facebook, Twitter und Instagram.

Kopfschmerzen - eine alte Geschichte

»So nötig der Kopf zum Leben ist, so äußerst qualvoll ist seine Erkrankung.« schrieb der griechische Arzt Aretaios von Kappadokien Ende des ersten Jahrhunderts. Er empfahl zur Behandlung von Kopfschmerzen den Aderlass, dann den Kopf zu rasieren und einen Schröpfkopf ansetzen, gefolgt von einer Nasenspülung, Herbeiführen von künstlichem Nasenbluten und einer vollständigen Darmentleerung. Abschließend noch das Abbrennen der restlichen Haare, durchaus bis auf den Knochen, dann tagelanges Versorgen der Wunde, bis man wieder die Aderlassstellen aufschneidet. Vom Aufbohren des Schädels sollte man seiner Meinung nach nur Gebrauch machen, wenn alles andere nicht hilft. Nach der Behandlung empfahl er dem Kranken viel Sport und einengewöhnungsbedürftigen Speiseplan, u. a. aus Schweinefüßen, aber ohne Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Zwiebeln und Süßes. Er warnte davor, sich zu verausgaben, weshalb auch Sex verboten war.

Auch wenn die zur Verfügung stehenden Mittel bescheiden waren und das Wissen eingeschränkt – im Prinzip entwarf Aretaios die erste multimodale Therapie gegen Migräne und Kopfschmerzen, die alle Lebensbereiche betrachtet und disziplinübergreifende Ansätze einschließt. Lange nicht mehr so barbarisch, aber im Grunde ganz ähnlich, versucht man auch heute verschiedene Zugänge bei der Behandlung von Kopfschmerzen zu kombinieren.

Denn Kopfschmerzen und Migräne sind so alt wie die Menschheit. Und genauso lange rätselt man darüber, wie es zu diesem Stechen im Kopf kommt. Schon in Überresten von Keilschrifttafeln oder im Gilgamesch-Epos gibt es erste Hinweise. Der berühmte griechische Arzt Galen sprach im 2. Jahrhundert zum ersten Mal von einer Hemikranie, wovon sich später unser Wort Migräne ableitete (was so viel bedeutet, dass nur eine Hälfte des Kopfes betroffen ist – was eines der entscheidenden Kriterien ist, um zwischen Migräne und Spannungskopfschmerz zu unterscheiden).

Migräne- & Kopfschmerzen per App bekämpfen: Ein neuer medizinischer Ansatz

Unsere Migräne- und Kopfschmerz-App M-sense ist die erster ihrer Art, die Auslöser aufspüren kann und eine effektive Therapiebegleitung auf dem Smartphone anbietet. Damit wird den Betroffenen einen ganz neuen Zugang zu ihrer Krankheit ermöglicht. Durch die Nutzung der App können sie selbst aktiv werden, Verlauf und Trigger ihrer Schmerzen analysieren und eine passende Therapieform finden. So lassen sich Attacken vermeiden und Medikamente reduzieren.

Das digitale Kopfschmerztagebuch der App gibt einen Überblick über Schmerzen, Auslöser und Medikamenteneinnahmen. Die Schmerzform wird bestimmt, die Auslöser analysiert. Mit dem in die App integrierten Arztreport werden alle Daten übersichtlich für den Arzt aufbereitet und dienen ihm als Behandlungsgrundlage. Darüber hinaus bieten wir die wirksamsten Entspannungsmethoden aus der klinischen Praxis, personalisierte Wissenslektionen und eine effektive Akut-Hilfe innerhalb der In-App-Therapiebegleitung M-sense Active an. 

M-sense wurde gemeinsam mit Ärzten und Forschern entwickelt. Es ist unsere Vision, das Wissen weltweit führender Kopfschmerzspezialisten und die wirkungsvollsten Therapieansätze dem Nutzer an die Hand zu geben. Durch jeden Eintrag lernt die App – und hilft so nicht nur den einzelnen Betroffenen, sondern auch der Wissenschaft, Migräne und Kopfschmerzen besser zu verstehen. Als Medizin-App ist für uns Datenschutz besonders wichtig, deswegen denken wir diesen in der App-Entwicklung schon von Beginn an mit.

Sharing is caring: Bloggen gegen Schmerzen

Weil Expertise und Gemeinschaft zwei wichtige Dinge sind, wenn man es mit Migräne und Kopfschmerzen zu tun hat, gibt es zusätzlich das M-sense Blog, in dem wir und ihr unsere Expertisen teilen können: Von Auslösern, Ursachen und Behandlungsmethoden, von der aktuellsten Studie bis zur weiterführenden Link-Sammlung, von Erfahrungen, Rückschlägen und Hilfe wird hier erzählt. Neben Forschern, Psychologen und Ärzten aus unserem Team kommen auch Nutzer der App zu Wort - denn sie sind die Experten für ihre eigene Gesundheit. 

Unser Ziel ist es, Wissen, Kompetenz und Verständnis vermitteln. Migräne und Spannungskopfschmerzen wurden lange genug als Krankheit nicht ernstgenommen. Solche Formen von Stigmatisierung sollten heutzutage der Vergangenheit angehören, leider tun sie es viel zu oft nicht.

Wir haben für unser Blog viele sehr kompetente Menschen gewonnen, die Migräne und Spannungskopfschmerzen aus Betroffenen- und der Forscherperspektive betrachten. Ein paar davon stellen wir euch vor:

Migräneforscher & M-sense-Mitgründer Dr. rer. nat. Markus Dahlem

Migräneforscher & M-sense-Mitgründer Dr. rer. nat. Markus Dahlem
Seit über 25 Jahren forscht Markus Dahlem zu Migräne, nun hat er die App M-sense mitgegründet.

Markus Dahlem forscht seit mehr als 25 Jahren über die Entstehung der Migräne. Als Physiker und Dr. re. nat. interessiert ihn grundsätzlich, ob mathematische Berechnungen etwas zum Grundverständnis von Erkrankungen beitragen können. Können wir beispielsweise eine biologischen Uhr aufdecken, um Kopfschmerzattacken nicht nur vorherzusagen, sondern krankhafte Gehirnaktivität gleich im Keim zu ersticken – mit Biofeedback oder vielleicht sogar mittels elektromagnetischer Felder? Als Forscher hat er solche Fragen aufgegriffen und mit dieser „organischen Physik“ zu einem tieferen Verständnis der neurobiologischen Grundlagen der Migräne in vielen Fachpublikationen beigetragen und aufgezeigt, wie sich diese Erkenntnisse in neuartige Behandlungs- und Präventionsmöglichkeiten künftig umsetzen lassen.

Autorin & Schmerzpatientin Birgit Schmitz

Verlegerin und Buchautorin Birgit Schmitz
Birgit Schmitz leitet den Hamburger Verlag Hoffmann & Kampe. Ursprünglich ist sie Schriftstellerin und wenn sie Zeit hat, bloggt sie für M-sense.

Jenseits der Forschung und Ärzteschaft beschäftigen sich meisten anderen Menschen eher unfreiwillig mit Schmerz. Birgit Schmitz gehört dazu. Vor zehn Jahren erhielt sie die Diagnose chronischer Spannungskopfschmerz und litt viele Jahre täglich 12 Stunden darunter. Sie weiß also, wovon sie schreibt. Wie sie es letztlich doch geschafft hat, mit den Schmerzen zu leben und sie besser zu verstehen, hat sie in dem Buch "Der Schmerz ist die Krankheit" aufgeschrieben. Oft waren es einfache Fragen – z.B. wie wirken Schmerzmittel –, die am Anfang standen und wenn sie merkte, dass es häufig gar nicht so klare Antworten gab, weckte das nur noch mehr ihre Neugier. Gleichzeitig traf sie als Betroffene im Alltag auf Unverständnis, probierte Unsinniges aus und verlor sich im Labyrinth der Alternativen. Sie kennt die bleierne Verzweiflung, die häufig die Schmerzen begleitet und sie kennt die heitere Leichtigkeit, wenn er nachlässt.

Die User-Perspektive

Wer unter einer chronischen Schmerzkrankheit leidet, kommt selten ohne eine ordentliche Portion Galgenhumor aus. Viele solcher Perlen finden sich auf Twitter, und wir sammeln einmal im Monat für euch die besten Migräne-Tweets. Nach dem Motto: "Humor ist wenn man trotzdem lacht." 

Außerdem freuen wir uns immer, wenn Migräne- oder Kopfschmerzbetroffene uns ihre Geschichte erzählen. In unserer Rubrik 5 Fragen zu deinen Schmerzen stellen wir M-sense Nutzer*Innen vor und stellen ihnen essentielle Fragen. Wenn ihr auch Lust habt, uns ein paar Fragen zu beantworten, oder ihr spezielle Themenwünsche oder Fragen habt, schickt uns eine Mail an kontakt@m-sense.de.